Lasse dich nicht durch das Feuer deines Tuns verbrennen

Lasse dich nicht durch das Feuer des Tuns verbrennen

Eines meiner liebsten Zitate, welches mit mir enorm resoniert, stammt von Vincent van Gogh:

„Ich würde lieber aus Leidenschaft als aus Langeweile sterben“

Ich fühle mich damit sehr verbunden, denn langweilige Momente kenne ich in meinem Leben nicht.

Ich habe immer etwas zu tun.

Ich bin mit meiner Arbeit NIE fertig.

Ständig kommen neue Einfälle, Ideen und Impulse herein, die alle Beachtung geschenkt bekommen wollen.

Doch wie heißt es so schön: Wo Licht ist, ist auch Schatten.

Denn ein ständig loderndes Feuer und der Drang, etwas zu tun zu müssen, kann dich jedoch auch in Be-DRÄNG-nis bringen.

Das lodernde Feuer der Unternehmer

Sehr viele Unternehmer werden von der gleichen Kraft angetrieben wie ich auch, deswegen fühle ich so sehr mit ihnen:

  • Leidenschaft
  • Begeisterung
  • Umsetzungskraft
  • Visionen
  • Sinnhaftigkeit
  • Abenteuer- und Pioniergeist

Ruhen, Genießen und La Dolce Vita kann zur persönlichen Herausforderung werden und entweder wird dem kein Augenmerk geschenkt, oder viele Menschen wissen einfach nicht wie es geht.

Dazu kommt nicht selten erschwerend dazu, dass sich der “Ruhe” Schalter nicht auf Knopfdruck umlegen lässt.

So ist dann wertvolle Zeit im Kalender für Entspannung geblockt und es will einfach nicht funktionieren!

Was tun?

Ursachensuche

Die Reflektion unterstützt dich dabei, der Ursache mal auf den Grund zu gehen.

Ist es das berühmt-berüchtigte FOMO Gefühl?

Was ist FOMO?

Fear-of-missing-out….die Angst, etwas zu verpassen.

Was gibt es denn im eigenen Unternehmen zu verpassen?

Chancen und Möglichkeiten? Umsätze? Anrufe und Termine?

Hier steckt doch etwas anderes dahinter, oder?

Wie sieht es auf deiner Zufriedenheitsskala aus?

Bist du ein Getriebener? So ganz nach dem HÖHER-SCHNELLER-WEITER Prinzip?

Wem musst du etwas beweisen? Dir? Deinen Eltern? Deinem Umfeld?

Oder hast du Befürchtungen monetärer und wirtschaftlicher Art?

Hast du das Gefühl, wenn du einen Nachmittag im Schwimmbad verbracht hast, sofort pleite zu gehen?

Ok, dann solltest du entweder wirklich die Wirtschaftlichkeit deines Unternehmens genau unter die Lupe nehmen und auf Herz und Nieren testen, oder deine innere Stabilität überprüfen.

Was hat innere Stabilität mit den Finanzen zu tun?

Wenn dich schnell das Gefühl des Verlustes, des Verpassens, oder Gewissensbisse heimsuchen, weil du gerade im Moment nicht aktiv in deinem Unternehmen tätig bist, kann es sein, dass eine Dysbalance besteht und in dir alle Sicherheitsalarmglocken laut schrillen.

Dahinter liegt eine Angst, die dir Vertrauen nicht ermöglicht und bei dir ständig Sicherheitsfragen aufkommen “reicht das Geld”, „kann ich mir das erlauben“, oder “was mache ich, wenn XYZ eintritt”.

Klar, das sind relevante Fragen, die du dir hin und wieder stellen darfst, doch nicht ständig bei all’ deinem Tun und deinen Vorhaben präsent sein sollten.

Innere Stabilität kannst du mit tiefem Vertrauen vergleichen.

Vertrauen, dass du die für dich richtigen Entscheidungen triffst, dass du gut genug bist, dass für dich gesorgt ist, dass das Leben immer für dich entscheidet, dass du von einer Höheren Macht/Gott/dem Universum geführt bist.

Vertrauen zu erlangen und Vertrauen in die eigene Persönlichkeit, sowie die unternehmerischen Geschicke sind eine der wichtigsten unternehmerischen Eigenschaften, um zukunftsfähig zu bleiben.

Vertrauen in dich, deine Kenntnisse, deine Stärken, deine Weisheit und deine Erfahrung bieten dir Stabilität und Orientierung. Verstehe es als Leitplanken für deine Entscheidungen.

Kannst du dir selbst nicht vertrauen, warum sollten es beispielsweise deine Mitarbeiter und Kunden?

Eigenes fehlendes Vertrauen ist für dein Gegenüber schnell spürbar. Du sendest Signale aus, die ganz subtil in Gesprächen und deinem Wirken mitschwingen.

Wie du tiefes Vertrauen erlangen kannst, erfährst du in meinem Programm INNOVATION trifft Spiritualität.

Zurück zum Feuer!

Niemand möchte sich von dem Feuer, welches auf Kosten all‘ der Ziele, die verfolgt werden, verbrennen lassen.

Damit kein Druck entsteht, gilt es, sich in radikaler Akzeptanz und im Loslassen zu üben. Geduld – auch für mich persönlich immer wieder eine Mammutaufgabe.

Wie Geduld, Loslassen und Akzeptanz studiert und eingeübt werden können, davon gibt es mehr als genügend Kenntnisse und Herangehensweisen.

Es liest sich immer leicht und hört sich gut an, doch es ist leichter gesagt als getan.

„Setze dich mal aufs Meditationskissen, schließe die Augen, denke an nichts und atme.“

Wie soll das gehen, wenn ein stürmischer Geist auf dem Meditationskissen Terror schiebt?

Wie soll das Abschalten funktionieren, wenn das Gehirn die Tendenz hat, in Ruhe in den gleichen Gedankenschleifen zu verbleiben wie während der Arbeit? 

Auch hier kann schon wieder Verzweiflung aufkommen und erneut Druck entstehen.

Ein Teufelskreis.

Ich spreche hier von selbst Erlebtem und den gesammelten Erfahrungen mit meinen Kunden.

Ich werde oft gefragt, wie die Lösung ist….

Es gibt keine keine 08/15 Schubladenlösung

Jeder Mensch und jedes Gehirn tickt anders. Zum Glück!

Es gibt nur ganz individuelle Lösungen für die jeweilige Persönlichkeit.

Ich schaue mir dich, deine Persönlichkeit, dein Tun, deine Leidenschaft, deine Denkweisen usw. an.

Dann finden wir gemeinsam eine Lösung für dich. Denn sei dir ganz sicher, die Lösung liegt in dir. Dazu bietet sich hervorragend INNOVERpure by Claudia Nover® aus meinem Portfolio an. 

Das kann beispielsweise so aussehen:

  • du übst dich in Selbstakzeptanz
  • du begegnest dir selbst
  • in kleinen Schritten. In Stille UND auch mal im Lärm
  • in der Eigenbeobachtung
  • im Schalter-kippen von Außen nach Innen
  • im Wachsen

 

Was sagt die Neurowissenschaft dazu?

Die Neurowissenschaft rät, bereits während dem Arbeitstag und in hektischen Momenten den Entspannungs-Schaltkreis im Gehirn zu aktivieren und dazu zu nehmen.

Neuronale Verknüpfungen sind das Geheimnis, mit dem es dem Gehirn gelingt, sich ständig weiterzuentwickeln, Neues zu lernen und neue Verbindungen zu schaffen.

Warum also nicht auch für das Entspannen und “Runterkommen” sich weiter entwickeln?

Was meine ich mit Schaltkreisen?

Verstehe es wirklich wie Stromkreise (sind es auch tatsächlich, weil eine Menge Energie fließt). Du nimmst Stromkreis A, um ein Licht einzuschalten, möchtest du eine Lichterkette mit mehreren Lichtern einschalten, fügst du noch weitere Stromkreise hinzu. Fällt ein Licht in der Kette aus, brennen (je nach Schaltung) die anderen Lichter weiter.

Die Forschung zeigt, dass es sich lohnt, auch schon während der Tätigkeitsphasen (zum Beispiel im Joballtag, im Kundentelefonat, etc.) andere Schaltkreise in Bewegung zu bringen, als ausschließlich die für Arbeit notwendigen. Das kann bereits durch eine Ablenkung durch kleine Pausen geschehen. Oder zwischendurch 10 Minuten ein Kreuzworträtsel lösen, oder einmal im Park gegenüber Körper und Geist kurz entspannen (Du kannst beispielsweise ein Kundentelefonat im Park während dem Gehen führen, oder einfach kurz davor oder danach dich im Park entspannen, Energie gewinnen, bewegen, atmen etc.).

Ebenfalls hat die Hirnforschung herausgefunden, dass zum Beispiel beim Erlernen einer neuen Sportart andere neuronale Netzwerke gefordert sind als bei der PC Arbeit. Das hat nun einen sehr positiven Effekt auf deine neuronalen Verknüpfungen:

Dies liegt daran, dass sich die Netzwerke im motorischen System während der Handlung und während der Ruhe ähneln . Trainiert man eine Sportart, trainiert man also auch für die Ruhe danach.

Zudem gibt es Hinweise auf die positive Wirksamkeit des Erlernens von Entspannungstechniken, in denen das Aktivieren gezielter Schaltkreise während der Ruhe trainiert wird – beispielsweise beim autogenen Training, einem Body Scan oder der Achtsamkeitsmeditation.

Höre gerne in meinen Podcast rein – hier habe ich eine eigene Episode zur Meditation. Extra für diejenigen gemacht, die der Meditation eher skeptisch gegenüber stehen.

Der schönste Tipp, den ich einmal erhalten habe:

Verbanne das Sollen und Müssen aus deinem Denken, damit du genießen kannst, was ist, während du zulässt, was sein könnte.

Da kommen wir dem La-Dolce-Vita doch gleich ein großes Stück näher…..

Was verbannst du heute aus deinem Denken?

 

Quelle für Hirnforschung: The Inquisitive Mind