Meditation ist nicht sexy? Erfolg schon!

Meine ersten Begegnungen mit der Meditation waren nicht unbedingt glamourös. Und ich war so fürchterlich voreingenommen.
Ich dachte, man sitzt doch nur da und macht nix…wie langweilig.

Überall erschienen damals die in Pastellfarben gehaltenen Anzeigen für Chakrenmeditationen, Meditationen für das Higher Self sowie Meditation für die Reise zu dir selbst.

Ich wollte weder verreisen, noch wusste ich was ein Chakra ist.

Im Geiste hatte ich Bilder vor mir von ungekämmten Menschen in flatternden bunten Batikhosen. Sie saßen im Kreis, hielten sich an den Händen und sangen gemeinsam das OM.

Und überall traf ich sie. In Parks, auf öffentlichen Plätzen, in Büros, zum Sonnenauf- und untergang…Sie waren überall!

Klammheimlich vermutete ich seltsame Gräser, die konsumiert wurden oder gar eine Sektenzugehörigkeit.

Irgendetwas war faul an der ganzen Sache, dass mich die Meditation so verfolgte, obwohl ich eigenartige Vorstellungen davon hatte.

Ausprobiert hatte ich es noch nie. Denn es bereitete mir irgendwie Unbehagen. 

In der Esoterikecke mit Räucherstäbchen und seltsamen Gesängen fühlte ich mich unwohl.

Ich dachte mir, sie wecken bestimmt irgendwelche Geister, die mich dann verfolgen. Und weil ich mich verfolgt fühle, treffe ich mich regelmäßig mit diesen immer nett lächelnden und gut gelaunten Menschen. Um weiter zu meditieren, um die Geister wieder zu vertreiben.

Aber neugierig war ich trotzdem.

Wie sollte ich es anpacken?

Ich kaufte mir erst einmal ein Buch über Meditation.

Dort erfuhr ich, dass dies eine jahrtausendealte Geschichte hat. Und meinen Geist zur Ruhe bringt.

Und mein Geist war offensichtlich seeehr unruhig, denn sonst hätte ich nicht eine solch blühende Phantasie von bunten Hosen und irgendwelchen Geistern.

Ich probierte es mit Hörbüchern zu Hause in meinem Kämmerlein aus. Unbeobachtet.

Nach dem 5. Versuch habe ich die Hörbücher beiseite gelegt, denn ich wurde immer von der Stimme aus dem Off eingelullt und bin eingeschlafen.
Dann kann ich mich auch gleich in mein Bett legen und friedlich in einer bequemen Position schlafen.

Die Recherche ging weiter, denn der Gedanke an einen ruhigen Geist und einem entspannten  Lächeln im Gesicht ließ mich nicht los.

Ich suchte einen Meditationskurs auf. Mein (umtriebiger) Geist bereitete mich vor. Auf bunte Hosen, komische Laute und Geister.

Ich traf auf Menschen aller Couleur. Studenten, Ärzte, Heilpraktiker, Rechtsanwälte, Hausfrauen und Sportler.

In der Vorstellungsrunde erfuhr ich, dass offensichtlich 80% aller Teilnehmer exakt die gleichen Vorstellungen und auch Hinderungsgründe hatten wie ich.

Das Experiment startete. Mit sanften Bewegungsübungen. Dann atmeten wir. Mit und ohne Laut.

Und dann kam die Stille.

Wir saßen im Kreis(!), doch jeder war bei sich. Auf seiner Reise zu sich selbst.

Die Meditationsleiterin führte uns auf dieser Reise, wie ein Wanderführer.

Ihre angenehme Stimme führte mich persönlich an Plätze, wo ich vorher noch nicht war. Und was ich dort finden konnte!

Bildlich gesprochen konnte ich in Schubladen kramen. Und dort fand ich einiges. Alte Sammlungen. Alte Geschichten, die längst verstaubt waren. Alte Bilder. Und Erfahrungen. Die ich in meinem Leben sammeln durfte. Schöne und weniger schöne. Und so manches dieser „alten“ Geschichten verlor völlig an Brisanz oder unangenehme Erinnerungen.

Wir wiederholten dieses Spiel insgesamt 10mal. Immer wieder neu. Manchmal abgewandelt. Manchmal irritierend. Manchmal befreiend. 

Ich machte meine ersten Meditationserfahrungen.

Und diese waren sehr intensiv. Nicht schlimm. Aber nachhaltig.

Das alles ist in etwa 10 Jahre her.

Bis zum heutigen Tag behalte ich meine eigene Meditationspraxis bei. Täglich.

Manchmal 5 Minuten. Manchmal eine Stunde. So wie ich es benötige und mein Körper und mein Geist danach verlangen.

Was hat sich für mich verändert?

Geister sind mir bis heute nicht begegnet. Und je nach Mode trage ich manchmal bunte Hosen.
Jetzt, wo ich darüber schreibe, fällt mir auf, dass ich an das ein oder andere aus meiner Vergangenheit nie mehr darüber nachgedacht habe. Ich denke, ich konnte damit abschließen und mit so manchen Ereignissen Frieden schließen. Ich habe Blockaden und alte Gedankenmuster aufgelöst.

Und:

  • ich bin entspannt
  • zumindest bedeutend entspannter als früher
  • ich schlafe jede Nacht durch
  • mein Schlaf ist erholsam
  • ich kann meinen Blick sehr konzentriert auf das Wesentliche richten
  • ich bin fokussiert
  • ich arbeite konzentriert
  • mein Körperempfinden ist bedeutend ausgeprägter
  • ich weiß, wann mein Körper und mein Geist eine Pause benötigt
  • dadurch arbeite ich effizienter
  • ich habe mehr Klarheit
  • meine Projekte sind gut strukturiert und geplant
  • ich setze meine Vorhaben um
  • ich bin entscheidungsfreudig
  • mein Selbstbewusstsein ist gestärkt
  • Kopf- und Rückenschmerzen konnte ich bedeutend reduzieren

Diese Liste kann ich noch weiter fortführen.

Für mich persönlich ist die Meditation ein reiner Gewinn. Denn die vielen positiven Effekte wirken sich auf alle Lebensbereiche aus.

Das ist es, was mich zielstrebig arbeiten lässt. Das ist es, was mich erfolgreich macht.

Und JA! Dadurch ist es sehr sexy.

Heute findet man auf Flughäfen nicht nur Gebetsräume, nein, es gibt auch ZEN Räume und Meditationsräume.

Heute weiß ich, warum beispielsweise das Manager Magazin von Meditationen berichtet.
Heute weiß ich, warum in DAX Konzernen in den Vorstandsetagen Meditationsräume eingerichtet werden.
Heute weiß ich, warum in Schulen der Unterricht am Morgen mit Meditationen beginnt.
Heute weiß ich, warum Meditationen von den Krankenkassen bezuschusst und gefördert werden.

Wir finden zu uns selbst.
Wir verbinden uns mit uns selbst.
Wir finden darin Ruhe.
Wir schöpfen daraus Kraft.
Wir können daraus unser ganzes Potential entfalten.
Durch die gewonnene Klarheit können wir zielstrebig arbeiten.
Wir bekommen Abstand und die Möglichkeit eines Perspektivenwechsels.
Wir können Blockaden und alte Glaubenssätze auflösen.

Und das macht uns erfolgreich. Egal auf welcher Ebene.

Auch ohne bunte Flatterhosen und Räucherstäbchen.

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