Wie dir Resilienz zu mehr Power verhilft

Resilienz oder: Wie kann ich auf „mute“ schalten?

Der Begriff Resilienz begegnet uns derzeit ständig.

Mit mehr Resilienz kannst du …

Verbessere deine Resilienz, dann …

Ok. Verstanden. Aber was ist Resilienz denn genau?

Wikipedia sagt uns, Resilienz sei Folgendes:

Resilienz (von lateinisch resilire ‚zurückspringen‘ ‚abprallen‘) oder psychische Widerstandsfähigkeit ist die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen. Mit Resilienz verwandt sind Entstehung von Gesundheit (Salutogenese), Widerstandsfähigkeit (Hardiness), Bewältigungsstrategie (Coping) und Selbsterhaltung […].

Immer diese Fremdwörter! Widerstandsfähigkeit kennen wir doch. Bleiben wir dabei erst einmal.

Wie kann ich den Zustand erreichen, mich nicht über alles und jeden sofort aufzuregen, zu ärgern, zu sorgen oder zu meinen, sofort darauf reagieren zu müssen?

Wäre es nicht schön, mit einer stoischen Gelassenheit durch den Alltag zu gehen?

Die Dinge, die auf uns niederprasseln, einfach wie Wassertropfen an sich abperlen zu lassen?

Ach … wäre das schön!

Kennst Du einen solchen Menschen, den nichts aus der Ruhe zu bringen scheint?

Oder Personen, die trotz dramatischer Erlebnisse und Schicksalsschlägen ihr Leben weiterleben, ohne dass sie daran zerbrechen? Überlege mal …

Und wenn ja, frage Dich, was diese Menschen auszeichnet, was sie tun und was nicht.

Denn ich kann Dir ganz sicher sagen, ja, diese Menschen gibt es. Und ich bewundere sie.

Aber bevor wir nach den anderen schauen, richten wir erst einmal den Blick auf uns selbst. Denn ich bin überzeugt, dass wir alles in uns tragen, nur eben nicht – oder noch nicht – den Zugang dazu haben.

Wie sieht Dein Alltag aus?

Wir leben in einer genialen Zeit.

Wir haben soooo viele Möglichkeiten.

Wir sind frei.

Wir können überall hin, sei es noch so weit entfernt.

Und dazu müssen wir nicht lange planen, wir können es bereits morgen umsetzen.

Wir haben Zugang zu Wissen.

Und zwar zu jedem Wissen. Wir können uns per Knopfdruck Studien, Dokumente, Berichte etc. sofort herunterladen.

Wir haben ein Dach über dem Kopf, wir haben ausreichend Nahrung und wir haben Kleidung für jedes Wetter und jede Gelegenheit.

Und das, was uns an materiellen Dingen fehlt, kaufen oder bestellen wir eben.

Wir sind mobil.

Und damit meine ich nicht nur die Verkehrsmittel, die uns zur Verfügung stehen, sondern auch die Kommunikationsmittel.

Per Knopfdruck erreiche ich in Sekundenschnelle einen Gesprächspartner auf der anderen Seite der Welt.

Vielleicht merkst Du schon, worauf ich hinaus will …

Diese scheinbar grenzenlosen Möglichkeiten, die wir haben, beinhalten auch Schattenseiten.

Denn alle genannten Punkte kann man mit Schnelligkeit, Kurzlebigkeit und fehlender Wertigkeit in Verbindung bringen. Um nur ein paar Punkte zu nennen.

Wir werden überfrachtet.

Und so, wie wir eben mal schnell in Paris sind, mit dem Freund in Seoul skypen, nebenbei bei Zalando fünf Paar Schuhe zum Probieren bestellen und die Hintergründe der neuesten politischen Entwicklungen in Europa recherchieren, so muss auch unser Geist höchst flexibel sein.

Unser Gehirn und unser Geist werden tagtäglich und stündlich mit derart vielen Informationen gespeist und wir müssen in Sekundenschnelle Entscheidungen treffen, dass schnell Überforderung eintritt, die leider im ersten Moment nicht gleich erkannt wird.

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Wenn wir dann abends platt auf der Couch liegen, nutzen wir noch etwas die Multimedia-Kanäle zum Surfen, während uns der Fernseher berieselt.

Gegen all das ist nichts einzuwenden. Wenn Du Deinem Gehirn und Deinem Geist ausreichend Gelegenheit und Möglichkeiten zur Regeneration gibst.

Doch wie kann diese Regeneration aussehen?

Geist und Gehirn müssen zur Ruhe kommen, um die vielen Reize, die auf uns einströmen, verarbeiten zu können.

Diese Entspannung kann auf unterschiedlichste Art und Weise geschehen. Erholung kann nicht ausschließlich mittels Schlaf erfolgen.

Beispiele sind:

  • Spaziergänge in der freien Natur
  • Sport und Bewegung
  • Achtsamkeitsübungen und Meditation
  • Yoga
  • Hobbies und Leidenschaften wie Kochen, Musizieren, Malen etc.
  • Museumsbesuche

Je öfter wir in unserem lebhaften Alltag unserem Körper und Geist ausreichend Gelegenheit zur Erholung und Regeneration geben, desto besser entwickelt sich unsere Resilienz.

Resilienz lässt sich üben und einstudieren.

Probiere es aus und mach ein Experiment.

Nimm Dir einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen – Du entscheidest, wie viel Zeit Du Dir nehmen möchtest.

Und Du gibst ein eigenes Commitment ab. Ein Versprechen von Dir an Dich.

Du commitest Dich, es durchzuziehen. Durchhaltevermögen. Um Ergebnisse zu sehen.

In dem von Dir gewählten Zeitraum suchst Du Dir eines der oben genannten Beispiele, eine Tätigkeit, eine Leidenschaft, einen Sport, und praktizierst dies regelmäßig.

Regelmäßig muss nicht täglich bedeuten (wir wollen keinen neuen Stress erzeugen), aber mindestens drei- bis fünfmal wöchentlich.

Und Du führst idealerweise ein Tagebuch.

Das darf kurz und knackig sein, sogar nur in Stichpunkten. Du notierst Dir wichtige Punkte wie das Alltagsgeschehen mit all seinen Dramen, Vorfällen etc., Erlebnisse während der Arbeit, Deine Stunden an Schlaf und Dein Befinden. Das kannst Du ausarbeiten, wie es für Dich passend ist. Wichtig ist, dass Du Dir täglich kurze Notizen machst.

Das ist im Übrigen bereits eine Achtsamkeitsübung!

Das Tagebuch hilft Dir zum einen, Dein Versprechen Dir gegenüber einzulösen, und zum anderen kannst Du Geschehenes Revue passieren lassen.

Bleiben wir bei dem Beispiel Spaziergänge in der freien Natur.

Fünfmal wöchentlich jeweils ca. 45 Minuten, natürlich auch gerne länger.

Ohne Handy, ohne Musik in den Ohren, ohne auf die Uhr zu schauen.

Vielleicht für Spaziergangs-Neulinge anfangs ziemlich langweilig.

Aber werde neugierig. Beobachte die Natur. Höre auf die Geräusche. Rieche den Duft des Waldes, der Wiesen und des Regens.

Du schärfst Deine Sinne.

Du mobilisierst Deinen Körper.

Du stärkst Dein Immunsystem.

Du tankst ausreichend Vitamin D und frischen Sauerstoff.

Du beruhigst Deine Nerven.

Die Liste der positiven Effekte ist noch viel länger.

Und vergiss’ nicht Dein eigenes Versprechen. Das hilft zum Beispiel auch mal bei Regen oder miesem Wetter …

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Mit diesen Übungen, Aufgaben oder wie auch immer Du es nennen magst, lässt sich Deine Resilienz verbessern.

Eine ausgeprägte Resilienz hilft uns in unserem Alltag.

Die vielen Aufgaben, die es zu erledigen gibt, setzen uns nicht unter Druck.

Krisen können besser bewältigt werden.

Unsere physische und psychische Gesundheit bleibt erhalten oder verbessert sich sogar.

Stressfaktoren wie beispielsweise Zeitdruck, Konflikte und Angst werden von Körper und Geist besser angenommen beziehungsweise „weggesteckt“.

Und genau das ist der Weg zu mehr Power in Deinem Alltag. Wenn Deine (Kraft-)Ressourcen geschont werden, kannst Du mit geballter Kraft an Dein Tageswerk gehen.

Du kannst Dein volles Potenzial entfalten und wirklich fokussiert und konzentriert Deine Aufgaben angehen. Es wird Dich unglaublich zufriedenstellen. Und nebenbei passiert noch so viel Wertvolles in Deinem Körper. Du bist achtsamer und beweglicher (geistig wie auch körperlich) und belastbarer.

Probiere es einfach aus und berichte mir davon!

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